ausgeriſſen, um Dir Troſt zu bringen, und Dein Bräutl ſelber, wie's gewachſen iſt! He, Florl? biſt gut, biſt brav, nicht wahr? Ich kann ja nichts dafür, und es iſt Alles, ja Alles verlogen!!“
Na, der Florian! wie aber der jetzt dageſtan⸗ den iſt! Zuerſt als ein Salzſtock wie ſchon ein⸗ mal, dann wie ein Benebelter, dann wie ein Eſel, und endlich— nachdem er erſt Alles begriffen, verſtanden— als wie ein ſeliger Geiſt! Na, das Vergnügen, die Frend'! Gott ſegne Dir's, Flo⸗ rian!——
Da war nur mehr eins möglich: das Hoch⸗ zeitmachen. Und weil der Flori ſo brav war und ſo brav die Hedwig, und ſo gar brav der geiſt⸗
uche Herr, ſo haben die Leutln frei gleich nach
der Veſi ihren Ehrentag gehabt, und von dem Tag an allen Segen, und bald haben des Wams⸗ ler rothe Schücherl wiſſen können, auf wen ſie eigentlich zu warten hatten.
Aber noch eins: In der Nacht vor'm Hoch⸗ zeittag, wer klopft beim Flori an das Fenſter,
und ſagt:„Bitt' ſchön, komm ein biſſel heraus?“ Luſtige Geſchichten I. 21


