Gedanken auf den einzigen, älteſten, ſo lang vermißten Freund; auf Dich. Nun wuͤnſchte ich den Feind herbei, um des Freundes nicht ledig zu ſeyn, und ſiehe da: auf einmal erſcheint dort oben mein boͤſer Genius. Kaum von meiner Beſtuͤrzung erholt, hoͤre ich Deine, meines guten Daͤmons Stimme!“
„Hm! warum ich gut, warum der Andre boͤſe? Und welcher Andre?“
„Sieh dorthin: den Mann mit der ſchwarzen Vinde uͤber dem Auge. Du kennſt ihn nicht mehr? Raimund, unſer Schulkamerad iſts.“
„Ah! der, dem Du mit einem als Schneeball vermummten Stein das Fenſter einwarfſt? Hm, er iſt alt geworden; doch ſteht die Binde ihm nicht uͤbel. Sein rechtes Auge hat Dich dennoch gefunden. Er blickt zu uns heruͤber. Eben nicht gar freundlich. Nun, thut nichts. Warum nennſt Du ihn aber Deinen Feind 2 „Er iſts. Wir begegneten uns bfter auf dem
Lebenswege. Er haßt mich ſeit jenem unſeligen
Wurf aufs Heftigſte, und jeder Tag fuͤgt ſeinem


