— Warum aber laufe ich denn? Treibt mich nicht auch der Hunger der Neugier, der Durſt nach Vergeltung, Rache und Triumph?e
Er hielt inne und ſchritt dann langſam. Vor ihm dffnete ſich die Eiſenſtraße. Sein muͤrriſches Selbſigeſpraͤch dauerte fort:„Iſt der Menſch nicht ein boshaft, eitel und thorichtes Geſchoͤpf? Ich bin doch nicht der Schlimmſte, und vergeſſe demungeachtet den werthen Ingendfreund, um durch mein Auftreten eine ganz gewoͤhnliche Treu⸗ loſigkeit zn demuͤthigen?— Und was iſt dann? Entweder werde ich verlacht, und jenes Haus wird ein Capua meinem Schmerze, dem bittern Schmerz, der mein Leben verdarb, aber es noch in Hoffnung aufrecht hält;— oder ich treffe ein reuig ernſtes Herz unter jenen ernſten Augen, und toͤdte mich, und die Ruhe des Weibes, und das Gluck des Freundes? Iſt denn nicht ſchon genug an einem gebrochnen Herzen 26
Er klopfte auf ſeine verödete Bruſt. MNein,“ ſagte er:„ich will, ich ſoll jenes Haus nicht beſuchen!— Er kehrte ſich gegen den Markt,


