Es entſtand eine der harmloſeſten Geſell⸗ ſchaftsſpielereien des Tages: die der Kunſt⸗ vereine, deren Theilnehmer gegen ein Billiges Unterhaltung fur's ganze Jahr finden, den Ruf des Kenners und Mäcen's wohlfeil erobern, und aus dem Verloſungen, wenn auch nicht Gewinn, 1 doch Hoffnung ſchöpfen. Was alsdann von
ihrem Abonnement vielleicht noch nicht einge⸗
bracht wurde, deckt das verſoͤhnende lithographiſche
Geſchenk der Geſellſchaft an die Geſellſchaft: ein
kuͤhlendes Kohlblatt auf wundrothe Stellen.
Welch ein Vergnuͤgen, in hellen Räumen zwiſchen den bunten Tafeln in flimmernden
Rahmen, geputzt einherzuwandeln, und bei ſich
zu denken: An dieſen Schätzen haſt Du Theil; einen derſelben bringt Dir etwa eine gluckliche
Nummer in's Haus!
zn Welch eine Befricdigung, vielleicht das eigne Portraͤt von der Wand laͤcheln zu ſehen, und von allen Zungen die geliebte Hand preiſen zu hoͤren, die es verfertigte!
Das iſt ein Reiz, dem nicht leicht


