Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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Pläͤne ſuchte, vergebens nach Huͤlfsmitteln rang, und dieſe nur in der ſo verhaßten Einſchraͤnkung ſeiner Handlung fand, da ſiegte endlich ſein Stolz, und er beſchloß zu nuzzen, was ſich ihm ſo abſicht⸗ lich zum Nuzzen darbot. Tauſend Scheingruͤnde verminderten nun in ſeinen Augen das Schaͤndliche und Unerlaubte der Handlung. Keiner meiner Mitbruͤder, dachte er, iſt frei von dieſem Fehler, ieder wuͤnſcht ihn oft zu begehen, um oft gewin⸗ nen zu koͤnnen. Warum ſollte ich alſo nicht ein⸗ mal wagen, was Hunderte ſo oft wagten, und Tauſende nach mir noch wagen werden? Nach langen und weitern Nachdenken fand er uͤberdies, daß das Verbot, dieſe Wäaren einzufuͤhren, wuͤrk⸗ lich zu fruͤh erſchienen ſei, weil der Mangel und

der ſtets ſteigende Werth derſelben es nur allzu⸗

deutlich bewieſe, daß die inlaͤndiſchen Fabriken noch nicht leiſten koͤnnten, was ſie leiſten ſollten. Und doch hatte er einige Monate vorher dem Mini⸗ ſter noch weit deutlicher und inniger bewieſen, daß man iede neu errichtete Fabrik gleich einem Kinde ſorgfältig ſchuͤzzen und pflegen muͤſſe, weil ſolche ſonſt nie zur fruchtragenden Groͤſſe empor wach⸗ ſen könne. Aber der Menſch vertheidigt und be⸗ weißt oft manches, was er in kurzer Zeit wider⸗ ruft, weil es ſeine Wuͤnſche hindert, oder ſeinen Egvismus beleidigt.

Am Morgen erſchien Abraham, und ward freundlich empfangen. Freilich hatte Herr vvn L noch vieles dagegen einzuwenden, da aber