—— 185
folgen muͤſſe, wenn dieſe ſo ſeltnen Waaren im Lande verkauft wuͤrden. Rit dieſer Ueberzeugung verließ er ſeinen Schreibtiſch, machte aber auch zugleich den feſten Vorſaz, nie an ſolchem Ge⸗ winne Theil zu nehmen. Wie er Nachmittags nach ſeinem Garten gehen wollte, uͤberreichte man ihm ein Billet, er erbrachs, und trauerte ſehr uͤber den unerwarteten Inhalt deſſelben. Ihr Haustude, ſchrieb ihm einer der üdiſchen Maͤk⸗ ler, hat mir eben izt ihren Wunſch bekannt ge⸗ macht. Ich denke ehrlich und redlich, und muß es ihnen daher aufrichtig geſtehen/ daß ich die Erfullung deſſelben nicht verbuͤrgen kann. Ich bin ein Negoziant, der ieden Gewinn nuzzen und ſuchen muß, und komme baher oft in Verlegen⸗ heit, meine in Haͤnden habende Schuldſcheine an andre verpfaͤnden zu muͤſſen. Sie haben dieſen Fall erſt kurzlich ſelbſt erlebt, und werden es mir alſo auch nicht verdenken, wenn ich im ähnlichen Falle eben ſo handle, denn Noth kennt kein Ge⸗ ſez, und bricht Eiſen, um ſo mehr leere Worte. um ihnen aber einen Beweiß meiner aufrichtigen, und redlichen Geſinnung zu geben, ſo verſpreche und gelobe ich binnen drei Monaten weder ihren Wechſel, noch die Obligazion an einen dritten zu verpfäͤnden, wenn ſie mich in dieſer Zeit, obgleich die Summe auf ein Jahr vorgeliehen ward, zu bezahlen geloben, und ſſch nebenbei den ganz bedungenen Rabatt gefallen laſſen. Ich erwarte durch Ueberbringern eine ſichere Antwort, um mich in iedem Falle darnach richten zu koͤnnen.
—— ——


