Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1797)
Entstehung
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nen Verluſt erſezzen, kuͤnftig ſorgenfrei und ru⸗ hig leben konnen, und ſie Nein, das iſt mir unbegreiflich ſie verwerfen den Rath, und wollen mit Gewalt ihr Anſehen, ihren Kredit ver⸗ nichten.

Hr. v. L. Gewiſſensvorwürfe wuͤrden mir dieſen Gewinn ſchreklich verbittern, und die Gefahr Erwaͤgt er denn dieſe gar nicht?

Abraham. Die Gefahr? Kommt denn dieſe auf ihre Rechnung? Uebernimmt dieſe mein Schwager nicht ganz? Ich und er, wir beide leiſten vereint eine Kauzion von zehntauſend Gul⸗ den. Mein Schwager fuͤhrt die Waaren auf ſichern und bekannten Schleichwegen ein, aber er wagt nie mehr als die Haͤlfte dieſer Summe, weil er hochſtens nur ein oder zwei Wagen voll auf einmal herein fuͤhren laͤßt. Sollte nun wi⸗ der alles Vermuthen einer dieſer Transporte ent⸗ dekt und angehalten werden, ſo faͤllt der Verluſt auf uns, und die geleiſtete Sicherheit gehoͤrt ih⸗ nen. Mehr kann und wird doch niemand fordern? Daß uͤbrigens die Spekulazion gut und aͤuſſerſt ſicher iſt, koͤnnen ſie ſchon daraus ſchleſſen, weil wir zehntauſend Gulden wagen. Wuͤrden wir dies thun, wenn Gefahr moglich waäre? Ein Ju⸗ de liebt ſein Geld, weil er ohne dies ein Nulle in der menſchlichen Geſellſchaft iſt, die ieder Bu⸗ be mit dem Finger ausloͤſcht. Erwaͤgen, beden⸗ ken ſie dies, gnaͤdiger Herr!