wird, auſſerſt guͤnſtig, und Pater Daniel mit
ſeinen Mitbeantheiligten war hierdurch des Er⸗ folgs um ſo gewiſſer.
Sehr wahrſcheinlich wuͤrde er ſich auch nicht getaͤuſcht haben, wenn nicht ein von demſelben unvorhergeſehner Zufall die ganze Sache vereitelt hatte. Es hatte namlich Vitry, als er Mor⸗ garden das Manuſcript zum Abdrucke zuſchick⸗ te, die Unvorſichtigkeit begangen, das Billet, mittelſt welchem Pater Daniel ihm daſſelbe zu⸗ geſchickt hatte, welches ſowol ſeine Addreſſe als die Benennung des Prinzen Conde enthielt, und ſehr deutliche Aufſchluͤſſe uͤber den ganzen Plan gab, bei Morgarden liegen zu laſſen. Dieſer hatte dadurch vollſtaͤndige Kenntniß des Ganzen erhalten, und da er leicht vorausſehen konnte, daß er, wenn der Zweck erfuͤllt wurde, noch ei⸗ ne anſehnliche Belohnung zu erwarten habe, und auf dieſe Erfuͤllung ziemlich verlaͤſſig hoffen durf⸗ te, ſo zeigte er die Sache nicht an, erzählte aber dieſelbe genau bei dem erſten Verhdre, als er ar⸗ retirt ward, in der Hoffnung, dadurch nicht blos
Strafloſigkeit zu erhalten, ſondern ſogar noch be⸗
lohnt zu werden.
Der Pater Daniel erfuhr ſogleich dieſen unvermutheten Verrath, und er ſowol, als der Prinz und PVitry, waren bereits entflohen, als der Hof ſich ihrer bemaͤchtigen wollte. Mor⸗


