Teil eines Werkes 
Dritter Theil (1804)
Entstehung
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Huͤlfemittel nicht beizukommen war. Da der aufgeſtellten Waͤchter zu viele waren, ſo war der ſonſt bei den Franzoſen uͤberall ſo ſehr ergiebige Weg der Beſtechungen unthunlich, weil die Sum⸗ me derſelben bei ſo vielen, an die ſie haͤtten gege⸗ ben werden muͤſſen, den Preis des Holzes reich⸗ lich erſchopft haben wuͤrde. Zudem war es den Bauern ſehr elnleuchtend, daß es unvernuͤnftig ſey, viel Geld an eine Sache zu wagen, wenn man ſie wohlfeiler haben kdnne. Sie trafen alſo mit Jeannel die Verabredung, daß dieſer Mar⸗ ceau's Geiſt ſpielen, ſo die Waldſchutzen und Gar⸗ den verſcheuchen, und nach und nach die Gegend in einen ſo gefuͤrchteten Geſpenſterruf ſetzen ſolle, daß kein Schuͤtze oder Waͤchter mehr dieſelbe zur Nachtszeit zu betreten getraue. Waͤhrend Jean⸗ nel ſeine Geiſterrolle ſpielte, ſtahlen ſie hinter ihm

in dem angraͤnzenden Forſte die ſchonſten Baͤume,

ſchleiften ſolche ſogleich zu den Floßen oder in die Magazine der Holzhaͤndler, und bezogen von die⸗ ſen eine betraͤchtliche Bezahlung, welche ſie mit

Jeannel'n theilten.

Da kein Geſetz es verbietet, zur Nachtzeit auf dem Felde ſpazieren zu teiten, und die fran⸗ zoſiſchen Soldaten zum Muth gegen ihre Feinde anzufeuern, ſo kam Jeannel mit einem achttaͤgi⸗ gen Arreſte davon, und die Bauern, welche mit weniger Schonung behandelt wurden, mußten

2 das geſtohlne Holz theuer bezahlen. Das Pu⸗

ent Kriminalgeſch. 3 Thl. B 5