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R. Hans. Sorge dich nicht. Deine Ruhe iſt mir zwar theuer, aber deine Ehre iſt mir ein noch wichtigeres Kleinod. Ich werde ihm mit Wuͤrde und Anſtand deinen Auftrag vor⸗ tragen, und nicht ein Haar breit von deiner ge⸗ rechten Forderung abweichen,(eilt ab.)
Ritter Oswald allein.
(Auf und abgehend) Ruhig, ruhig, toben⸗ des Herz, ich mag, ich will deinen thoͤrichten Wunſch nicht hoͤren! Fehde mit ihm waͤre dir freilich angenehm; die Eroberung ſeiner Burg, die Gefangnehmung ſeines Weibes, das Ziel aller deiner Wuͤnſche. Aber es darf, es kann nicht ſeyn.(Pauſe). Alle meine Sinne haben ſich mit meinem Herzen vereinigt; und haͤtte mein gutes Gewiſſen nicht Pflicht, Ehre und Religion zu treuen Waͤchtern erwaͤhlt: ich wuͤrde wahrſchein⸗ lich unterliegen, und ein Sklave ihres Willens werden. O es liegt ſo viel Beruhigung in dem Gedanken: Du handeiſt nach Pflicht und Gottes weiſer Ordnung! Aber ſuͤß muß auch die Selig⸗ keit ſchmeken, die Heißgeliebte ſeinen Armen zu entreiſſen, ſie zu erloͤſen aus ſeiner Tirannei, und mit ihr traulich zu koſen, von vergangnen Freuden, von zukuͤnftigen Ausſichten.(jangſam) Von zukuͤnftigen Ausſichten? Ich Thor! als ob


