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ſteht jetzt unten auf der Straße mit dem guten Onkel Kreppelmann; und ich mußte Deine Thür
weit offen finden, und da bin ich nun— hier haſt Du— haſt Du es, und ſchüttle damit die ſchlechten Menſchen von Dir ab wie Staub— er⸗
bärmlichen Staub, der auf Deine Kleider gefallen— und nun leb wohl, Conrad, leb tauſendmal wohl!
Sie hatte das Geldpacket, das ſie aus dem Ledertäſchchen genommen, neben ſich auf das Sopha gelegt und wollte ſich erheben; Conrad hielt ſie zuvück.
Chriſtiane, weißt Du, daß, wenn Du von mir gehſt, um nicht wieder zu kommen— nein! Das nicht— das wäre feig; ich will Dich nicht zwingen, keinen leiſeſten Zwang auf Dich ausüben und das würde einer ſein— aber Chriſtiane, das darf ich ſagen: ich ſehe jetzt, als hätte es mir ein Gott of⸗ fenbart, was ich an Dir geſündigt und gefrevelt habe, und wenn Du der gute Engel biſt, als der Du mir eben erſchienen, gieb nicht zu, daß ich in thatloſer Reue mich verzehre und aushöhle; halte die Hand
über mir, wie Du es eben gethan!


