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vor ihm ſtand, machtvoll wie ein eherner Thurm, gegen den ein Knabe mit Muſcheln wirft. Und doch!
Sie ſind ſehr gütig, ausnehmend gütig, lieber Herr Doctor; aber ein wenig ſchnell, ein wenig— wie ſoll ich ſagen!— allzu ſelbſtvertrauend; allzu ſehr von oben her auf uns kleine Leute herabſehend, die ſo anmaßend ſind, ebenfalls ihre Anſichten zu haben, ihre Wünſche, ihren Willen zur Geltung bringen zu wollen. Und wenn ich nun nicht wünſchte, daß Melanie einen Chriſten heirathete?
So kann Sie getroſt mein Weib werden, der
ich mich längſt von jeder poſitiven Religion losge⸗ ſagt habe.
Aber ſie ſoll einen Juden heirathen!
Eugen Silbermann?
Das wäre denn meine Sache.
Und doch auch ein wenig die Ihres Fräulein Tochter, ſolle ich denken. Ich hatte bereits die Ehre, Ihnen zu bemerken, daß ich mindeſtens ſeit geſtern Abend der Liebe Melanie's gewiß bin.
Herr Doctor, Sie wagen, von meiner Tochter zu behaupten—
Daß ſie mich liebt, nicht mehr, nicht weniger:


