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Herr Emerich ſaß, die eine Hand in den Locken begraben, am Ladentiſche und blickte düſteren Anges nach dem Lehrling, der die Etiquetten auf den eben abgezogenen Zeltinger klebte. Seine Nerven hatten ſich definitiv beruhigt; aber die Gelegenheit war unwiederbringlich entſchwunden— es war die Tragik ſeines Lebens, daß beide— Nerven und Gelegen⸗ heit— niemals ſtimmten, niemals!
Herr Emerich!
Der Commis fuhr in die Höhe und ſah ſie auf der oberſten Stufe in der halb geöffneten Thür ſtehen, ihm mit einem Winke bedeutend, daß er herein kommen möchte. Das Herz ſchlug ihm bis in die Kehle; ſollte der große Moment doch noch heute Abend eintreten, jetzt, da ſeine Nerven nach der furchtbaren Erregung von vorhin unmöglich Stand halten konnten?
Herr Emerich, ſagte Chriſtiane, ich muß mit dem Elf-Uhr⸗Zuge nach Leipzig; der Vater hat ein Papier vergeſſen, das er unbedingt morgen früh haben muß; auch erwartet er mich ohnedies halb und halb morgen— wenn auch mit einem ſpäteren Zuge. Wichtigere Briefe, die etwa einlaufen ſollten,
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