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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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jenem Manne eine jährliche Penſion, die ſofort verfallen ſoll, ſobald auch nur die mindeſte Klage über ihn von dem Rechts⸗ Anwalt in New⸗York, durch deſſen Hände das Geld geht, Egbert zu Ohren kommt. Und dann, ſagt Egbert, wenn ſie keinen guten Vater hat ſo iſt ſie doch aus guter Familie, denn einen beſſeren Mann als ihren Onkel, den braven Büchſen⸗ ſchmied in S., giebt es nicht. Egbert bezieht ſeine Jagdflinten nur von ihm und hat unter den Jägern, ſeinen Nachbarn und Freunden, ſo viele Beſtellungen zuſammengebracht, daß der Meiſter jetzt mit drei Geſellen arbeitet und kaum im Stande iſt, die Menge der Aufträge auszuführen. Ein Sohn des Meiſters, ein prächtiger Burſche von ſechszehn Jahren, iſt bei Egbert auf dem Gute, die Landwirthſchaft zu erlernen. Die alte paralytiſche Tante iſt dieſen Frühling in Tannenburg ge⸗ ſtorben.

So ſagte mir ein guter Bekannter aus Tannenburg, der dieſer Tage hier war, um ebenfalls zu Egbert zu gehen, der ihn als Kammerdiener, Hausdiener, was weiß ich, engagirt hat. Es iſt Louis. Er war ſehr glücklich, denn eine derartige Stellung zu erlangen, ſei von jeher der höchſte Wunſch ſeines Lebens geweſen. Während er mir das erzählte, hatte er eines ſeiner krummen Beine vor das andere geſetzt, ganz wie er in Tannenburg ſtand, wenn er mir des Morgens den Kaffe ge⸗ bracht hatte und mich einer privaten und confidentiellen Unter⸗ haltung würdigte. Engliſch habe ich ihn diesmal nicht ſprechen hören.

Für dieſen Sommer werde ich nicht nach Tannenburg, ſondern in ein anderes Bad gehen. Hernach ſoll ich an die See. Mein Freund Egbert hat ſich ausbedungen, mich nebſt meiner ganzen Familie beherbergen zu dürfen.

Wenn Du auch hinkommen willſt, lieber Leſer, verſpreche ich Dir, im Falle Du, wie ich vorausſetze, ein guter Menſch biſt, die beſte Aufnahme. Mein Freund iſt die Gaſtfreiheit ſelbſt. Die Reiſe wirſt Du am bequemſten ſo machen: Du nimmſt ein Billet auf der Eiſenbahn und fährſt, bis Du ans Meer kommſt. Dort ſteigſt Du zu Schiff und bitteſt den

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