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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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Gute Nacht! An deinem Kiſſen Halten Engel treue Wacht; Fromme Menſchenherzen beten: Gute Nacht! gute Nacht!

Schließ die milden blauen Augen, Die mir heut ſo lieb gelacht! Schlummre ſanft, du einzig Holde: Gute Nacht! gute Nacht! Es ſcheint, Egbert, ſagte ich, daß er ſich jetzt definitiv ent⸗ ſchieden hat. Egbert ſchwieg. Denn ſiehſt Du, Egbert, ſich entſcheiden iſt Alles. Dann ſtreicht man an der Geliebten Seite durch den mondbeglänzten Wald, oder wandelt wenigſtens mit ihrem Schatten in den ely⸗ ſäiſchen Gefilden der Poeſie. Gute Nacht! Gute Nacht!

IIHI.

Egbert's Wunſch einer guten Nacht ging für mich nicht in Erfüllung; im Gegentheil: ich wandte mein ſchlummerloſes Haupt hin und her auf dem Kiſſen, und als ich gegen Morgen ein⸗ ſchlief, folgten mir die kühnen Entwürfe, die mich wach gehalten hatten, in meine Träume, wo ſie dann noch viel kühnere und abenteuerliche Formen annahmen.

Nichtsdeſtoweniger erwachte ich kampfesmuthig und mit hellem Kopf, als Louis mir den Kaffe brachte.

Louis, ſagte ich, werden die Amerikaner heute am Mittags⸗ tiſch ſein?

„Ves, Sir,“ ſagte Louis.

So richten Sie es ſo ein, daß Herr Egbert und ich in ihrer Nähe zu ſitzen kommen.

Wird ſich ſchwer machen laſſen, ſagte Louis achſelzuckend

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