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ßen es uns zuvorthun wollten, blieb die Sache nicht lange zweifelhaft. Was nicht um Pardon bat, wurde niedergeritten, und ich fürchte, manch armer Junge dazu, der gar zu gern Pardon genommen hätte. Mittlerweile waren wir aber weit genug von hier weggekommen, und da wurde Sammeln ge⸗ blaſen und noch einmal Sammeln; wir mußten unſere Leute zuſammenziehen und zurück. Ueberdies war es ſchon beinahe Nacht geworden.
Jetzt erſt fiel mir auf, daß ich den Fürſten nicht wiederge⸗ ſehen hatte, als wir zur zweiten Attaque vorgingen. Es war freilich nur ein Theil von den Preußen geweſen, mit denen wir uns vereinigt hatten; ein paar Escadrons waren links geſchwenkt, um die Franzoſen in der Flanke zu faſſen. Er konnte bei dieſen Escadrons geweſen ſein, aber ich hatte, als wir durch die Thalſenkung jagten, mehr als einen hellblauen Rock zwiſchen den Rothhoſen liegen ſehen und— die Rodaer ſind unſere Lehensherren geweſen ſeit zweihundert Jahren und mein alter Vater ſitzt noch heute auf einem der Roda'ſchen Güter in Sach⸗ ſen. Ich bekam auf eine Stunde Urlaub und ritt herüber; Ihr Regiment war unterdeſſen hier eingerückt. Ich danke Gott, daß ich den finden mußte, den ich mir in dieſer Noth von allen Menſchen zuerſt herbeigewünſcht haben würde. Glauben Sie, Horſt, daß er durchkommt?
Ich denke; ob man den Arm wird retten können, weiß ich freilich nicht. Man muß eben ſehen.
Glücklicherweiſe war der Weg nach dem Verbandplatze, auf welchen ſie losgingen, nicht allzuweit. Der Fürſt, der bei dem ungeheuren Blutverluſte aus der Ohnmacht nur erwachte, um ſofort wieder in Ohnmacht zu fallen, wurde jetzt von Hermann, dem ein junger College aſſiſtirte, regelrecht verbunden. Das Reſultat war im Ganzen günſtig, beſonders wenn man die überaus kraftvolle Natur des Verwundeten mit in Anſchlag brachte, doch war es unmöglich, den Ausgang zu beſtimmen.
Herr von Zeiſel hatte eben nur Zeit gehabt, dieſen Bericht abzuwarten, er mußte unbedingt zurück. Hermann ſeinerſeits hatte alle Hände voll zu thun. Er ſagte dem Freunde, daß


