Teil eines Werkes 
4. Band (1866) Auf der Düne : Roman / von Fr. Spielhagen
Entstehung
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150 Auf der Düne.

„Ich heirathen?“ rief Paul,„und ich Hedda heirathen?“—„Kommt Ihnen das ſo wunderbar vor? Haben Sie ſie denn nicht lieb?“— „Ich? ja— nein—„Ja? nein?“ ſagte Clementine lächelnd.

„Ich glaube, Ihr ſeid Beide toll.“„

vierundzwarzigſtes Capitel.

Eine halbe Stunde ſpäter landete der Lootſencommandeur mit ſeinen beiden Leuten auf derſelben Stelle, von der er vorhin zu ſeiner Fahrt auf Leben und Tod ausgeſegelt war. Aber er kam auf einem Boot von der Corvette, da ſein Fahrzeug beim Anlegen an das Schiff von den Wellen zertrümmert wurde. Die Männer, die mit den Augen der Kenner ſein kühnes Wagſtück beobachtet hatten, waren da, ihn zu empfangen, und ſie blickten mit Stolz auf ihren Commandeur; aber geſprochen wurde kaum ein Wort. Dieſe Menſchen ſind keine großen Redner. Auch der Lootſencommandeur that durchaus nicht, als ob etwas Beſonderes geſchehen ſei. Später freilich hat er die Geſchichte von der Rettung des Neptun noch oft erzählt. Mittler⸗ weile war aber der alte Rickmann der Held geworden. Im Hauſe angelangt, berichtete er in ſeiner gewöhnlichen eintönigen Manier, wie ſie das Schiff noch gerade zur rechten Zeit, um es vor dem Stranden zu bewahren, erreicht und beſtiegen hätten. Das große Fahrzeug bei dem wäthenden Sturm durch das enge Fahrwaſſer durchzulootſen, war doppelt ſchwer geweſen, als es in der That Havarie gehabt hatte, und die Maſchine nur mit halber Kraft arbeiten konnte. Die Corvette war der Neptun, der, eben von ſeiner großen Reiſe zurückgekehrt, zuerſt in den Hafen von Sw. eingelaufen war. Dort war die Hälfte der Matroſen ausgelöhnt worden, der Capitän hatte das Schiff verlaſſen, um den Bericht der Reiſe an die Admira⸗ lität zu bringen, und der erſte Lieutenant den Befehl erhalten, es in

den Hafen von S, zu führen, wo es überwintern ſollte. Auf der