Teil eines Werkes 
2. Band, Problematische Naturen : 2. Band (1866)
Entstehung
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Problematiſche Naturen.

Felix von Grenwitz Erſuchen Abſchied ei der Tauſend; ich dachte, Felir wollte nur um Urlaub einkommen, und hier leſe ich, daß er ſeinen Abſchied genommen hat.

In der Thgt! ſagte die Baronin, die betreffende Stelle in dem Blatte, das ih der Baron hinreichte, leſend,nun das freut mich, freut mich ſe ſch will nur geſtehen, lieber Grenwitz daß ich ſelbſt Felir dieſen ertheilt, und ſeinen Austritt aus der Armee mit zu den Bedingungen gerechnet habe, die er erfüllen müßte, bevor wir ihm unſere Helene geben könnten.

Aber warum das? fragte der Baron erſtaunt.

Warum? antwortete die Baronin.Nun, ich dächte, lieber Grenwitz der Grund wäre doch klar genug. Ich dächte, es wäre die allerhöchſte Zeit, daß Felir ein anderes Leben beginnt, und darauf möchten wir doch wohl vergeblich warten, ſo lange er in denſelben Kreiſen und denſelben Verhältniſſen bleibt, wo er ſeine Lebensweiſe nicht ändern könnte, ſelbſt wenn er wollte. Ich ſehe aus dieſem Schritt, der auch mich überraſcht denn ich glaubte nicht, daß er ſich ſo ſchnell dazu entſchließen würde daß es ihm wirklich ernſt⸗ lich um die Hand Helenens zu thun iſt; und, wie geſagt: ich freue mich, freue mich ſehr darüber.

Aber, liebe Anna⸗Maria, ſagte der Baron, ſich hinter dem Ohr reibend, faſt verdrießlich;wir laden uns auf dieſe Weiſe Verpflich⸗ tungen auf, die wir am Ende gar nicht erfüllen können. Wenn nun unſer Kind, wenn Helene nun

Nicht will meinſt Du? unterbrach ihn die Baronin, ſich in ihrem Stuhl in die Höhe richtend, und die Augenbrauen zuſammen⸗ ziehend;o, ich denke, ſie wird wollen; ich denke, ſie wird nicht vergeblich gelernt haben, daß ein Kind den Eltern Gehorſam ſchul⸗ dig iſt. Aber wenn ſie den Felix nun nicht lieben kann! ſagte der alte Mann bekümmert.

Aber, Grenwitz! ich begreife Dich nicht; erwiderte die Baronin; dieſe Heirath iſt ſeit langer Zeit unſer liebſter Wunſch geweſen. Helene hat die paar tauſend Thaler, die wir bis jetzt zurückgeleg haben und die Erſparniſſe, die wir in den kommenden Jahren etwe