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gewandert— mein Gott, ja, er hatte ſehr geeilt, aber warum hatte ſie ſich's gefallen laſſen? warum nicht darauf beſtanden, die fürſtliche Pracht, mit der offenbar Alles ausgeſtattet, in Ruhe bewundern zu dürfend Und als ſie zuletzt in dieſes Zim⸗ mer getreten, das gar kein Zimmer zu ſein ſchien, ſondern ein großes Zelt in Blau und Silber tapeziert und möblirt— ſo elegant, ſo reich, und doch ſo traulich und behaglich, wie ſie es ſich geträumt, wie ſie es ihm gelegentlich in einem neckiſchen Augenblicke mit ein paar ſcherzenden Worten ausgemalt— er, der Gute, hatte Alles behalten, verſtanden, hatte es noch tau⸗ ſendmal ſchöner herzurichten gewußt!— und ſie! war ſie ihm um den Hals gefallen? hatte ſie ihm gedankt für ſeine Für⸗ ſorge, ſeine Güte, ſeine Liebe! hatte ſie geſagt: dafür ſoll dir meine Liebe dein dunkles Haus ſo hell machen wie einen Thau⸗ tropfen der Morgenſonnenſchein! und ich will dir die Wolke von der Stirn küſſen, du lieber, närriſcher Menſch! und du ſollſt ſo glücklich ſein, wie ich es ſelber bin!
Ach! nichts, nichts von dem Allen hatte ſie geſagt! hier in den Stuhl hatte ſie ſich geworfen und durch ihr thörichtes Be⸗ nehmen— zum erſten Male, ſeit ſie ihn geſehen— dem alle⸗ zeit Gütigen ein rauhes Wort ausgepreßt. Und als er ſie vor⸗ hin verließ, war die Wolke auf ſeiner Stirn ſo düſter wie nie zuvor, die Wolke, die— nicht ſeit heute da ſtand, die ſie alſo auch nicht durch ihr heutiges Benehmen hervorgerufen hatte; die verhüngnißvolle Wolke, die da ſchon ſeit Wochen hing und folg⸗ lich einen anderen tieferen Grund haben mußte und nur einen haben konnte: ich habe mich in dir geirrt; du biſt das Weib
nicht, das mich glücklich machen kann!
Und wie nun all ihr Nachdenken ſie auch diesmal genau zu demſelben trübſeligen Schluß geführt, zu welchem ihre Grü⸗ beleien bis jetzt noch jedes Mal gelangt waren, brach das arme


