verbunden, ihm Rechenſchaft von der Ausübung ſeiner Kunßt zu geben, und befahl ihm in beſtimmtem Tone, die Aderpreſſe anzu⸗ legen, bei deren Anblick Jack jedoch aufſprang und rief:„Halt, halt! verdammt ſey meine Seele, wenn Ihr Eure Zangen auf mich anſchlagen dürſt, bevor ich weiß, warum! Herr Random! wollt Ihr mir nicht eine Hand zur Rettung meines koſtbaren Beins bieten? Potz Velten! wäre Lieutenant Bowling hier zugegen, ſo würde er es nicht dulden, daß man Jack Rattlin's Bein ab⸗ ſchneide, wie alte Tauenden!“
Dieſe pathetiche, an mich gerichtete Anrede, verbunden mit meiner Neigung, meinem ehrlichen Freunde einen Dienſt zu erwei⸗ ſen, und nebſt den Gründen, die mich vermuthen ließen, es ſey keine Gefahr vorhanden, wenn man die Amputation aufſchöbe, bewogen mich, auf die Seite des erſten Gehülfen zu treten, und zu behaupten, die widernatürliche Farbe der Haut rühre blos von einer, durch Contufion verurſachten und in allen derartigen Fällen gewöhnlichen, Entzündung her, ohne daß eine Anzeige des kalten Brands gegeben ſey.
Morgan, der eine hohe Meinung von meiner Geſchicklichkeit hatte, war ſehr entzückt darüber, daß ich mich ſeiner Meinung an⸗ ſchloß, und frug Thompſon um ſeine Anſicht über dieſe Sache, in der Hoffnung, unſern Bund durch ihn noch zu verſtärken. Allein entweder aus friedlicher Gemüthsart, oder aus Furcht vor des Wundarztes Feindſchaft, oder aus eigener Ueberzeugung trat er in beſcheidenen Ausdrücken der Anſicht Mackſhane's bei, der, nach⸗ dem er unterdeſſen mit ſich ſelbſt zu Rathe gegangen war, be⸗ ſchloß, ſich ſo zu verhalten, daß er einerſeits von Vorwürfen frei bliebe, andererſeits aber an uns Rache nähme, weil wir es ge⸗ wagt, ihm zu widerſprechen. In dieſer Abſicht ſtellte er uns die Frage, ob wir es unternehmen wollten, das Bein auf unſere Ge⸗ fahr hin zu heilen, nämlich, für die Folgen verantwortlich zu ſeyn.
Hierauf gab Morgan zur Antwort: in Gottes Hand allein


