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Wunſch in ihm rege geworden, alle ſeine Angehörigen ohne Aus⸗ nahme noch um ſich zu ſehen. Dieſer Aufforderung Foige leiſtend, machte ſich mein Oheim zum zweitenmale mit mir auf den Weg, um meines Großvaters letzten Segen zu empfangen; indem er auf der Straße oft die Worte wiederholte:„ei, ei, nun haben wir endlich den alten Rumpf im Schlepptau. Du wirſt ſehen, ja! ſehen wirſt Du, wie meine Ermahnung gewirkt hat.“ Als wir ſein Zimmer betraten, das mit ſeinen Verwandten angefüllt war, gingen wir bis an die Seite ſeines Bettes vor, wo wir ihn in den letzten Zügen fanden, während zwei von ſeinen Enke⸗ linnen, die zu beiden Seiten vor ihm ſaßen, ihn unterſtützten, und unter dem kläglichſten Schluchzen den an ſeinem Munde ſich anſammelnden Schaum und Geifer abwiſchten, wobei ſie ſeine Lippen mit einem Scheine von großem Kummer und Schmerze unaufhörlich küßten. Mein Oheim trat ihm näher mit folgenden Worten:„wie! noch nicht abgeſegelt!— wie ſteht's, alter Herr? — Gott erbarme ſich Eurer armen Sünderſeele!“ Auf dieſes wandte der Sterbende ſeine erloſchenen Augen uns zu, und Herr Bowling fuhr fort:„Hier iſt der arme Rory, um Euch noch zu ſehen, bevor Ihr ſterbet, und Euern Segen zu empfangen. Wie, Mann! verzweifelt nicht, Ihr waret ein großer Sünder, das iſt wahr— wie denn? Dort oben iſt ein gerechter Richter, iſt er nicht?— Er kümmert ſich um mich ſo wenig, als ein Meerſchwein. Ja, ja! er geht unter Segel: die Landkrabben werden ſich ſeiner bemächtigen, ich ſehe daß ſein Anker gekapptiſt, wahr⸗ haftig.“ Dieſer nicht ſehr gewählte Troſtſpruch empörte die Ge⸗ ſellſchaft und namentlich den Pfarrer, der dies für einen Eingriff in ſeine Amtsverrichtungen hielt, dermaßen, daß wir in ein anderes Zimmer flüchten mußten, wo wir nach wenigen Minuten durch ein jämmerliches Geſchrei von Seiten der jungen Frauen⸗ zimmer in dem Gemach meines Großvaters von ſeinem Tode überzeugt wurden. Dorthin eilten wir unverzüglich, und trafen


