Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21¹9 Wer an teutſchem Fürſtenthron Feig, mit Schmeichellügen wedelt Iſt nicht Herrmanns ächter Sohn Der den alten Stamm veredelt! Wo denn iſt der teutſche Mann, Der die Teutſchheit retten kann?

Wer in der verſchwiegnen Bruſt Teutſcher Jugend Thatkraft ſäuget, Und ſich, teutſchen Werths bewußt, Nicht vor Götzenbildern beuget, Der iſt, traun ein teutſcher Mann Der die Teutſchheit retten kann!

Wer der Teutſchheit hohen Werth,

In der Männer ernſter Tugend,

In der Weiber Treu verehrt

Und in Zucht und Scham der Jugend, Traun! der iſt ein teutſcher Mann Der die Teutſchheit retten kann!

Der der Freyheit hehren Geiſt

Um kein Gold der Welt verhandelt, Dem ihn auch kein Joch entreißt, Unter dem er aufrecht wandelt, Der iſt auch ein teutſcher Mann, Der die Teutſchheit retten kann!