Teil eines Werkes 
3. Band, Tarantas : 2. Theil (1847) Tarantas: putevye vpečatlenija
Entstehung
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Vom Grafen Sollogub. 141

aber jagten nicht dem Unerreichbaren nach; wir trennten das Reinmenſchliche von dem Idealen. Wir ließen uns nicht von leeren, unanwendbaren Principien verleiten; denn wir wußten wohl, daß jedes an ſich vielleicht treffliche Princip, wenn es auf die Spitze geſtellt und vis auf die Ertreme verfolgt wird, nicht blos zu Thor⸗ heiten, ſondern ſogar zu Verbrechen führt. Deshalb ſuchten wir die verſchiedenartigen Elemente allmälig aus⸗ zugleichen, aber ſie nicht auszurotten und ſie durch un⸗ überlegten Eifer zu zertrümmern. Wir ſtrebten nach dem Gleichgewicht.... Durch das Gleichgewicht erhält ſich die Welt, und wir fanden daſſelbe nur in dem Princip der Liebe. In der echten Chriſtenliebe birgt ſich der Bürgerfrieden wie das Familienglück, Alles was wir von der Erde fordern können, was wir vom Him⸗ mel erbitten dürfen.

Und ſind ſie auf keine Hinderniſſe geſtoßen? fragte Jwan Waßiljewitſch.

Ohne Hinderniſſe giebt's keinen Fortſchritt, ja überhaupt kein menſchliches Verhältniß. Allein in der Liebe fanden wir den Willen, die Kraft und den Sieg über die feindſeligen Prinzipien, fanden wir die ein- müthige Mitwirkung aller Stände für den großen na⸗ tionalen Fortſchritt. Der Adel ſchritt vorwärts und