Vom Grafen Sollogub. 13
— Der Mann, welcher eben hinausging und den Sie Potapitſch nannten...
— Keineswegs. Ich kenne ihn, aufrichtig geſagt, beinahe gar nicht. Er muß wol'n hieſiger Bürger ſein 5
— So machen Sie wahrſcheinlich Ihre Geſchäfte mit ihm brieflich ab?—
Der Graue lächelte.
— Wird wohl nicht viel vom Schreiben wiſſen.. Geſchäfte haben wir keine mit einander, unſer Handel iſt ein bischen bedeutender, als ſeiner— fügte er mit ſchlauer, ſelbſtgefälliger Miene hinzu.
— Warum ſchickt er aber ſein Geld nicht mit der Poſt?—
— ss iſt leicht einzuſehen, weil er's Poſtgeld er⸗ ſparen will...
— und weshalb verlangte er von Ihnen keinen Empfangsſchein?—
Der Schwarze und Rothe lachten hell auf, der Graue aber ward ernſtlich böſe.
— nen Empfangsſchein— ſchrie er—'nen Em⸗ pfangsſchein! Wenn er von mir'nen Empfangsſchein verlangen wollte, hätte ich ihm das Geld in's Geſicht geworfen. Gott ſei's gedankt, ich handle ſchon funfzig


