Vom Grafen Sollogub. 11
— Potapitſch lehnte unter wiederholten Verneigun⸗ gen und Dankſagungen das Anerbieten ab:
— Ich komme, Sidor Awdejewitſch— fügte er hinzu— mit einer unterthänigſten Bitte zu Ihnen....
— Gewiß für Jemand in Rybinsk'ne Zahlung mitzunehmen?—
Potapitſch bejahte die Frage, nahm dann aus der Bruſttaſche einen ungewöhnlich ſchmutzigen Papierfetzen, worin eine Anzahl Aſſignaten und Gold eingeſchlagen war, gab die Summe des Geldes auf über 5000 Rubel, ſowie den Namen des Empfängers an, und überreichte das Päcktchen mit einer ehrerbietigen Kopfneigung dem Grauen. Dieſer wickelte das Päcktchen auf, überzählte Gold und Papier und ſprach:
— Fünf Tauſend zwei Hundert ſiebzehn Rubel und ein halber.... Iſts ſo?— Potapitſch nickte bejahend.
— Gut, Brüderchen— fuhr der Graue fort— ich werd''s einhändigen....
Dabei hob der Graue den Schvos ſeines Kaſtans auf, ſteckte das Päcktchen ziemlich nachläſſig in die Taſche ſeines Beinkleides und wendete ſich dann mit der Frage an Potapitſch: Wie der Handel gehe?—
— Still weg!— erwiderte dieſer— Man ſoll aber nicht wider Gott murren!—


