Vom Grafen Sollogub. 151
Waßiljewitſch für nöthig, ſich mit Waßilij Jwanowitſch in eine diplomatiſche Unterredung einzulaſſen. — Waßilij Jwanowitſch!—
— Was, Brüderchen?—
— Wiſſen Sie, woran ich denke?—
— Nein, Brüderchen, das weiß ich nicht.—
— Ich denke, daß Sie ein vortrefflicher Wirth ſein müſſen.—
Ach, Brüderchen, was für'n Wirth! Hab' ſeit zwei Jahren kein Korn gedroſchen.—
— Ich glaube in der That, Waßilij Jwanowitſch, *s iſt gar nicht ſo leicht, ein guter Wirth zu ſein?—
— Nu lebe nur dreißig Jahre auf Deinem Gute, ſo wirſt Du einer werden, wenn Du nur Fähigkeiten haſt, wenn aber nicht, ſo hilft alles nichts, nimm's nicht übel!—
Danke für den Rath.—
— Siehſt Du, Freundchen, ich will Dir ne ſolche Wahrheit ſagen, die Dir ſelber nicht mal'n Deutſcher verſtehen ſoll. Laß dem ruſſiſchen Muſchik die Wahl zwiſchen'nem guten Verwalter und'nem ſchlechten Guts⸗ herrn, weißt Du wohl, wen er wählen wird?—
— Verſteht ſich den guten Verwalter....
— Ha, ha, ganz und gar nicht: Er wählt den


