Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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nen, die auf dem Felde zuſammengeleſen werden, wo ſie freilich ſo dick liegen, als ob man ſie abſichtlich ausgeſäet hätte. Als ich meine Verwunderung darüber äußerte, daß die Bauern den Weg nicht von dieſen Steinen reinigen, verſicherte mich ein Herr, der ſo⸗ wohl mit der theoretiſchen als praktiſchen Landwirthſchaft genau bekannt iſt, dieſe Steine ſeyen der Saat nicht nur nicht nachthei⸗ lig, ſondern im Gegentheile für ſie erſprießlich. Dieſer Philoſoph hat einen ſeiner Aecker von Steinen reinigen, gut düngen und mit Gerſte beſäen laſſen, da trug er weniger als je vorher. Nun ließ er die Steine wieder hinbringen und im folgenden Jahr ſtand ſeine Gerſte ſo ſchön als nur einmal. Als er die Steine zum zweiten Mal wegſchaffen ließ, bekam er eine ſchlechte Erndte und nachdem er ſie wieder hineingeſchafft hatte, zeigte ſich das Feld wie⸗ der in ſeiner ganzen Fruchtbarkeit. Denſelben Verſuch hat man in verſchiedenen Theilen Schottlands mit demſelben Erfolg angeſtellt. Die Sache war mir ſo neu, daß ich voll Erſtaunen fragte, wie er ſich denn eine ſo ſonderbare Erſcheinung erkläre worauf er mir zur Antwort gab, die Steine können dem Felde auf dreierlei Art von Nutzen ſeyn. Vielleicht halten ſie eine gar zu häufige Ausdünſtung der Erde zurück, welche Aehnlichkeit mit den sudori- bus colliquativis habe, die den menſchlichen Körper zuweilen entkräften und auszehren. Vielleicht könnten ſie auch den zarten Keimen und Sprößlingen zum Schutz gegen die ſchneidenden Früh⸗ lingswinde dienen, oder auch dadurch, daß ſie die Sonnenſtrahlen auf vervielfältigte Weiſe zurückwerfen, die Wärme vermehren und die natürliche Kälte des Bodens und Klima's mildern. Uebrigens könne man die allzuhäufigen Ausdünſtungen unſtreitig viel beſſer durch verſchiedene Arten von Dünger hemmen, wie zum Beiſpiel durch Aſche, Schlamm, Kalk oder Mergel; namentlich am letztern ſcheint es in den Gruben durchaus nicht zu fehlen. Auch würde die Wärme weit leichter durch eine Einfaſſung der Aecker erhalten, man dadurch die Hälfte der äche, die bedeckt.