Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Schreck, daß ſie in Ohnmacht ſank. Ich nenne Wilſon einen Schurken, denn wenn er wirklich ein Edelmann wäre und ehrliche Abſichten hätte, ſo müßte er ſich offenbar ſchon längſt in ſeiner wahren Geſtalt gezeigt haben. Ich kann es nicht läugnen, das Blut kocht mir in den Adern vor Zorn, wenn ich an die Verwe⸗ genheit des Burſchen denke, und Gott verdamme mich, wofern ich nicht doch ich will nicht fluchen, die Zeit wird ſchon Rath ſchaffen. Ich bin nur froh, daß Niemand weiß, woher die plötz⸗ liche Unpäßlichkeit meiner Schweſter gerührt hat. Die Dame, welche den Ball dirigirte, meinte, die Hitze habe ihr ſo zugeſetzt, und führte ſie deßhalb in ein anderes Zimmer, wo ſie ſich bald wieder ſo weit erholte, daß ſie zurücktam und einige Contretänze mitmachen konnte, bei welchen die ſchottiſchen Jünglinge eine ſolche Lebhaftigkeit und Gewandtheit entwickeln, daß ihre Tän⸗ zerinnen alle Kräfte aufbieten müſſen, um es ihnen gleich zu thun. Tante Tabitha hatte ſich glaube ich mit der Hoffnung geſchmeichelt, unter den Cavalieren in der Geſellſchaft eine kleine Niederlage anzurichten. Sie war mehrere Tage lang mit Putz⸗ macherinnen und Schneiderinnen zu Rathe gegangen, um ſich auf dieſe Gelegenheit vorzubereiten, und erſchien dabei in einem rau⸗ ſchenden Damaſtkleid, ſo dick und ſchwer, daß einem Men⸗ ſchen von der gewöhnlichſten Einbildungskraft der Schweiß aus⸗ brechen mußte, wenn er es bei dieſer Jahreszeit nur anſah. Sie tanzte eine Menuette mit unſerem Freunde Herrn Mitchelſon, der ſeiner Gaſtfreundlichkeit und Höflichkeit offenbar dadurch die Krone aufſetzte, und zum zweiten Male wurde ſie von einem jungen Lord von Ballymawhmaple, der gerade herein kam und im Au⸗ genblick keine andere Tänzerin finden konnte, engagirt. Da indeß Erſterer verheirathet war, und Letzterer ihren Reizen keine abſon⸗ derliche Huldigung darbrachte, dieſe auch von der übrigen Geſell⸗ ſchaft nicht minder überſehen wurden, ſo war ſie äußerſt unzufrie⸗ den und biſſig. Beim Abendeſſen machte ſie die Bemerkung, die