Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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geleſen, was über die warmen Geſundbrunnen geſchrieben iſt, und das Geſammtreſultat ſcheint mir zu ſeyn, daß das Waſſer nichts Anderes enthält, als ein Bischen Salz, welchem Kalkerde beige⸗ miſcht iſt, aber in einem ſo geringen Verhältniß, daß es nür we⸗ nig oder gar keine Wirkung auf die animaliſche Oekonomie haben kann. Da dieß nun der Fall iſt, ſo verdient meines Erachtens derjenige eine Schellenkappe, der um eines ſo lumpigen Vortheils willen, wie ihm dieſe Quelle bringen kann, ſeine koſtbare Zeit hinopfert, ſtatt ſie zu wirkſameren Mitteln zu gebrauchen, und ſich hier dem Koth, dem Geſtank, ſo wie den ſchneidenden Winden und dem unaufhörlichen Regen ausſetzt, die mir den Aufent⸗ halt unausſtehlich machen. Wenn das hieſige Waſſer wegen des Bischens adſtringirender Kraft, die es hat, in der Diabetes, Diarrhoe und dem Nachtſchweiße, wo die Abſonderungen zu häufig ſind, von einigem Nutzen ſeyn möchte, muß es dann nicht in den Fällen, wo die Säfte verdickt ſind, beim Aſthma, Skorbut, Podagra und bei der Waſſerſucht in demſelben Verhältniß ſchädlich ſeyn! Ad vocem Waſſerſucht, Sie haben hier einen ganz ſonder⸗ baren, eigenthümlichen Kollegen, der alle Tage im Brunnenſaal eine Rede hält, als ob man ihn dafür bezahlte, über alle mög⸗ liche Fälle ein Kollegium zu leſen. Ich weiß nicht, was ich aus ihm machen ſoll manchmal ſpricht er ganz vernünftig, manch⸗ mal aber wie der ärgßte Schaafskopf auf Gottes Erdboden. Er hat viel geleſen, iſt aber ohne alle Methode und eigenes Urtheil, und verdaut hat er gar nichts. Er glaubt Alles, was er liest, nament⸗ lich wenn es an's Wunderbare ſtreift, und ſein Geſpräch iſt ein närriſches Gemengſel von Gelehrſamkeit und Unſinn. Neulich ſagte er zu mir mit großer Zuverſichtlichkeit, meine Krankheit ſey Waſ⸗ ſerſucht, und wie er es nannte, leukophlegmatiſch; ein deutlicher Beweis, daß ſein Mangel an Erfahrung eben ſo groß iſt, als ſeine Einbildung von ſich ſelbſt, denn Sie wiſſen ja, daß meine Krankheit nicht die mindeſte Verwandtſchaft mit der Waſſerſucht

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