Gelehrſamkeit gelegt habe, ſo wundere er ſich nicht, daß er darin einen Irkthum begangen hätte. Pickle verſtand dieſen Verweis. Wie⸗ wohl ihn die Eitelkeit und Bethörung des Wirths und ſeiner Mit⸗ gäſte verdroß, ſo bat er doch wegen ſeiner Vermeſſenheit um Verzei⸗ hung. Man entſchuldigte ihn ſonach in Betracht ſeiner Unerfahren⸗ heit, und der engliſche Farthing ward der Benennnng einer echten Antike gewürdigt.
Derjenige, der ſich nun an das Oberhaupt wandte, war ein Mathematiker, der hauptſächlich Mechanik ſtudirt hatte und ſich mit den Verbeſſerungen brüſtete, die er bei verſchiedenen Maſchinen zum häuslichen Gebrauch gemacht. Jetzt legte er den Riß einer neuen Erfindung vor, Kopfkohl auf eine ſolche Art abzuſchneiden, daß der Strunk vor dem ihn in Fäulniß ſetzenden Regen geſichert und im Stande wäre, eine reichliche Nachleſe ſchmackhafter Sproſſen hervor⸗ zubringen. In dieſer wichtigen Maſchine hatte er alle Kräfte der Mechanik vereinigt, und ſolche Menge Eiſen und Holzwerk darin verbraucht, daß ohne Pferd und Rad dieſe Maſchine ſich nicht hätte in Bewegung ſetzen laſſen. Dieſe Einwendungen drängten ſich Jedem ſo ſehr auf, daß ſie dem Oberinſpektor beim erſten Anblick einfielen. Er lobte die Erfindung ſehr, und bemerkte, daß man ſie noch zu vielen nützlichen Abſichten brauchen könnte, wenn ſie ſich nur etwas trag⸗ barer und bequemer einrichten ließe.
Der Erfinder hatte dieſe Schwierigkeiten nicht vorausgeſehen, war alſo auch nicht gefaßt, ſie aus dem Wege zu räumen. Doch nahm er dieſen Wink gut auf, und verſprach, ſeine Geſchicklichkeit von Neuem dazu anzuwenden, die Einrichtung ſeines Riſſes abzu⸗ ändern. Inzwiſchen mußte er einige ernſthafte Ironieen von den übrigen Kunſtkennern über ſich ergehen laſſen. Sie gratulirten ihm zu der ſo glücklichen Erfindung, durch welche eine Familie in einem Vierteljahr ein Gericht Kopfkohl mehr durch eine ſo geringe Aus⸗ gabe und Mühe gewinnen könnte, als der Ankauf, Gebrauch und die Unterhaltung einer ſo ungeheuern Maſchine betragen würde. Keiner


