Teil eines Werkes 
12. Band, Peregrine Pickle : Roman : 5. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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Arzt, der in dieſem Theile faſt in allen Portweingelagen geglänzt hatte, war genöthigt, mit ſeinen Talenten in die City zu wandern. Ueber ſeinen Succeß hierin darf man ſich gar nicht wundern, wenn

man bedenkt, daß unſer abenteuernder Ritter außer einem natürlichen Genie und ſeiner Erziehung Gelegenheit hatte, Alles und Jedes, was ſich bei den Großen zutrug, durch ſeinen Freund Cadwallader zu er⸗ fahren. Er unterhielt noch immer die vorige intime Freundſchaft mit ihm, wiewohl ſie jetzt gelegentlich durch einige Verdrießlichkeiten erſchüttert wurde. Dies rührte von den ſarkaſtiſchen Verweiſen des Miſanthropen her, der alle die Plane, die Peregrine mißlungen wa⸗ ren, nicht gebilligt hatte und nun auf eine unſchickliche Weiſe mit ſeiner Vorherſehungsgabe prahlte. Ja, bisweilen machte er den krächzenden Raben und verkündigte von dem Betruge des Miniſters, von der Verſtellungskunſt des Gönners unſeres Peregrine, von der Albernheit des Projektmachers, für den er ſich verbürgt, von der Unſicherheit der See und von der Schurkerei Derer, denen er ſein Geld anvertraut hatte, noch mehr Unglück vorher. Denn Crabtree betrachtete alle Dinge durch das Medium des Spleens, das ihm immer die ſchlimmſte Seite der menſchlichen Natur zeigte.

Aus dieſen Urſachen begann unſer junger Herr zu gewiſſen Zei⸗ ten an dem Charakter des alten Mannes Mißbehagen zu finden. Er ſah ihn für einen alten moroſen Cyniker an, der weniger gegen die Thorheiten und Laſter der Menſchen aufgebracht ſey, als daß er ſich an den Unfällen ſeiner Nebenmenſchen ergötze. So machte er die un⸗ günſtigſte Deutung von den Grundſätzen ſeines Freundes, weil er ſich ſelbſt unter deſſen Strafruthe gefallen fand. Dergleichen Selbſt⸗ anklage löst ſehr oft die engſten Freundſchaftsbündniſſe auf. Ein Mann, der ſich ſeiner Unbedachtſamkeit bewußt iſt, wird durch das tadelloſe Betragen ſeines Freundes unverſöhnlich beleidigt. Er ſieht es als beleidigende Verhöhnung ſeiner Vergehungen an, die nie ver⸗ ziehen werden kann, ſelbſt wenn er nicht die bittern Vorwürfe erdul⸗ det hat, die kein Sünder gut zu verdauen im Stande iſt. Aus dieſen