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Ihrer Freundſchaft und mit Ihrem Rathe beehren, Ihre Groß⸗ muth weiter ausdehnen und ihm Mittel und Wege angeben, ſein Geld ſo vortheilhaft als möglich unterzubringen.
Der Lord erwiederte:„Ich für meine Perſon befaſſe mich nicht mit Geldſachen; doch werden Sie Leute genug finden, die geneigt ſind, auf Grundſtücke Geld aufzunehmen. Allein in Unterhandlungen dieſer Art müſſen Sie äußerſt vorſichtig zu Werke gehen. Ich ver⸗ ſpreche Ihnen, es meinem Haushofmeiſter aufzutragen, daß er Ihnen eine ſichere Hypothek verſchafft.“
Dieſer Agent mußte ſich alſo dieſem Geſchäft unterziehen. Seine Bemühungen blieben einige Tage hindurch vergebens. Unſer junger Squire ſah ſich alſo genöthigt, ſelbſt Hand an das Werk zu legen. Er lernte dadurch eine Menge Leute kennen, die für ſicher gehalten wurden, und die ihm für die ganze Summe Hypotheken anboten. Wenn er aber ſeinem vornehmen Freunde alle Umſtände vorlegte, erregten Se. Lordſchaft ſo viel Zweifel und Einwendungen bei einem Jeden, daß er abgeſchreckt wurde, ſich mit dieſen Leuten einzulaſſen. Inzwiſchen pries er ſich ſehr glücklich, daß ihn ein weiſer Mann mit ſeinem Rath und ſeinen Lehren unterſtützte.
Deſſen ungeachtet fing unſer Held an, ungeduldig zu werden nachdem er alle Geldmäkler und Notare in der ganzen Stadt ohne den geringſten Erfolg conſultirt hatte. Er beſchloß daher, ſeine Zu⸗ flucht zu einer öffentlichen Anzeige zu nehmen. Doch der Lord rieth ihm, dieſen Verſuch ſo lange aufzuſchieben, bis alle andere Mittel fehlgeſchlagen wären. Denn alle Zungendreſcher in ganz London würden dadurch aufmerkſam werden, und ihn, wenn ſie ihn gleich nicht„über das Ohr hauen“ könnten, doch ganz unfehlbar ſo plagen und quälen, daß er nicht einen Augenblick Ruhe hätte.
Gleich nach dieſem Geſpräche traf Pickle von ungefähr dicht bei des Lords Hotel mit deſſen Haushofmeiſter zuſammen. Er hielt denſelben auf, um ihm den ſchlechten Erfolg ſeiner Bemühungen mit⸗ zutheilen. Der Haushofmeiſter äußerte hierüber ſeine Theilnahme,


