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einem Tiſche bei ſeinem Bette ſtand, und läutete mit großer Heftig⸗ keit und ohne nachzulaſſen.
Dieß gegebene Zeichen machte der Diſputation der drei Aerzte unmittelbar ein Ende, denn ſie wußten jetzt den Patienten wach, und ſtürzten daher ohne Umſtände in deſſen Gemach. Zwei von ihnen bemächtigten ſich ſeiner Arme, und der Dritte befühlte ſeine Schläfe. Noch ehe ſich der Patient von dem Erſtaunen erholen konnte, das ihn bei dieſem unerwarteten Einbruch gefeſſelt hatte, war ſein Zim⸗ mer bereits mit den übrigen Mitgliedern der Fakultät angefüllt. Sie waren dem Bedienten auf dem Fuße gefolgt, der ſeines Herrn Auf⸗ forderung gemäß in ſein Schlafzimmer eilte. In einem Augenblick war das Bette von dieſen hagern Handlangern des Todes umringt. Als ſich der Obriſt von einer ſolchen Schaar feierlicher Geſichter und Figuren belagert ſah, die er ſtets mit dem äußerſten Abſchen und Entſetzen betrachtet hatte, gerieth er in einen Zorn, der ſich nicht beſchreiben läßt. Seine Wuth war ſo groß, daß ihm ſeine Zunge den Dienſt verſagte; da er jedoch die übrigen Gliedmaßen zu ihren Verrichtungen deſto tauglicher fühlte, ſo machte er ſich von dem Triumvirate los, das ſich ſeines Leibes bemächtigt hatte, ſprang mit unglaublicher Schnelligkeit aus dem Bette, ergriff eine ſeiner Krücken, und ſchlug damit auf einen von den Dreien, der eben im Begriff war, des Patienten Waſſer zu unterſuchen, ſo heftig los, daß die Alongenperücke des Getroffenen in das Kammergeſchirr, und dieſer ſelbſt wie leblos auf den Boden ſtürzte.
Dieſe handgreifliche Erklärung ſetzte die ganze Doktorgilde außer Faſſung. Jeder von ihnen wandte gleichſam aus Inſtinkt ſein Ge⸗ ſicht nach der Thüre, und da durch das Beſtreben jedes einzelnen Gliedes der ganzen Fakultät der Rückzug gehemmt ward, ſo entſtand Unordnung und tobender Aufruhr. Der Obriſt ſchränkte nemlich ſeine Tapferkeit nicht auf die erſte Heldenthat ein, ſondern handhabte ſeine Waffe ohne Anſehen der Perſon mit erſtaunlicher Stärke und Behendigkeit. Daher waren wenige oder keine von der gelehrten
Smollet's Romane. X. 10
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