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äußerte und ihn ausſchalt, die Gutmüthigkeit des geiſtlichen Herrn hintergangen zu haben.
Der junge Herr war in der That über dieſen Korb ſo beſtürzt, als die Dame vorgab, es über ſeine Erklärung zu ſeyn. Er bat ſie inſtändigſt, zu erwägen, wie koſtbar die Angenblicke wären, und be⸗ ſchwor ſie, einmal alle überflüſſigen Ceremonien der Glückſeligkeit eines Menſchen aufzuopfern, der ſie mit ſolchem Feuer anbete, daß nothwendig all' ſeine Lebensgeiſter davon verzehrt werden müßten, wofern ſie ihn nicht mit ihrer Gunſt beſeligte. Aber ungeachtet aller ſeiner Thränen, Gelübde und inſtändigen Bitten, ungeachtet aller ſeiner perſönlichen Vorzüge und der verführeriſchen Gelegenheit konnte er dennoch nichts weiter von ihr erlangen, als das Geſtänd⸗ niß, daß er allerdings Eindruck auf ihr Herz gemacht habe, daß ſie jedoch hoffe, ihr Pflichtgefühl werde ihr Kraft geben, denſelben wieder zu vertilgen.
Dies Geſtändniß betrachtete Pickle als eine feine Einwilligung. Er folgte daher dem Impulſe ſeiner Empfindungen, und ſchloß ſie in ſeine Arme, in der Abſicht, das mit Gewalt zu nehmen, was ſie ihm nicht freiwillig geben wollte. Dieſe franzöſiſche Lucretia, die kei⸗ nen andern Weg zur Vertheidigung ihrer Tugend ſah, erhob jetzt ein lautes Geſchrei. Der Kapuziner ſprengte die Thüre mit der Schulter auf, und trat, wie es ſchien, mit dem größten Erſtaunen hinein. Mit emporgehobenen Händen und verdrehten Augen erklärte er, über die gemachte Entdeckung wie vom Donner gerührt zu ſeyn. Sodann brach er in Exelamationen aus, bezeugte ſeinen Abſchen gegen das ruchloſe Vorhaben unſeres Helden, der einen ſo hölliſchen Plan mit dem Mantel der Religion bedeckt habe. Kurz, er ſpielte ſeine Rolle ſo gewandt, daß die Dame es für Ernſt nahm und ihn bat, dem Fremden in Betracht ſeiner Jugend und Erziehung zu ver⸗ zeihen, durch welch letztere er mit den Irrthümern der Ketzerei be⸗ fleckt worden ſey. In dieſer Rückſicht allein nahm denn der Pater die demüthige Abbitte unſeres Helden an. Dieſer war trotz der


