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und friſch?“ rief der Andere.—„Wie'n Roche,“ antwortete Pips. Dieß machte ſeinem Freund Jack ſo vergnügt, daß er ihm die Hand ſchüttelte, und ihn bat, in ſeinem Liedchen fortzufahren. Als dieß zu Ende und die Rechnung bezahlt war, begaben ſich die beiden Freunde auf das andere Zimmer. Hier erfuhr der Lieutenant die Art und Weiſe, wie Peregrine aus dem Collegium entwichen war, wie nicht weniger Alles von der gegenwärtigen Lage, was Tom davon hatte einſehen können. Während ſie ſo ſprachen, kam Pere⸗ grine nach Hauſe, der für die Nacht von ſeiner Gebieterin Abſchied genommen hatte. Er ward nicht wenig beſtürzt, als Hachtway in ſeiner Seeattitüde zu ihm hineintrat und ihm die Hand zum Gruße entgegenſtreckte. Sein ehemaliger Mündel empfing ihn, wie gewöhnlich, mit großer Herzlichkeit, und bezeigte ihm ſein Erſtau⸗ nen, ihn hier anzutreffen. Als er aber die Veranlaſſung und den Zweck ſeiner Reiſe erfahren hatte, ward er ſtarr vor Verdruß; ſein Geſicht glühte vor Unwillen.„Ich bin alt genug, um mein eigener Führer ſeyn zu können,“ ſagte er:„Ich werde von ſelbſt zurückkehren, wenn ich es für dienlich erachte. Diejenigen ſollen ſich gar mächtig irren, die ſich einbilden, man könne mich durch Zwang zu meiner Pflicht treiben.“ Der Lieutenant verſicherte ihm, er ſeinerſeits ſey nicht geſonnen, ihm die mindeſte Gewalt anzuthun; zu gleicher Zeit aber ſtellte er ihm vor, wie gefährlich es ſeyn würde, den Commodore in Feuer und Flamme zu ſetzen, der ſchon jetzt über die Nachricht von ſeiner Entfernung höchſt erbittert ſey. Kurz, er durchwebte und begleitete dieſe eben ſo faßlichen als kräftigen Gründe mit ſo freundſchaft⸗ lichen und achtungsvollen Aeußerungen, daß Peregrine ſeinen Vor⸗ ſtellungen nachgab und ihm gelobte, ihn den folgenden Tag nach Wincheſter zu begleiten. Hatchway war über den glücklichen Erfolg ſeiner Unterhandlung voller Freude. Er ging unverzüglich zum Wirth, beſtellte für Pickle und deſſen Bedienten eine Poſſchaiſe, und dann that er ſich mit ihnen bei einer Doppelkanne Rum etwas zu


