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Nach einer langen, peinlichen Pauſe, in der das Kni⸗ ſtern der Flamme der einzige Laut war, der in der kaum Athemholenden Verſammlung gehoͤrt wurde, ſprach er endlich mit ruhiger, aber die innere Benihns verra⸗ thender Stimme:
„Ich weiß Alles! Ihr habt das Band zerriſſen, das unſer Volk vereinigt haben ſollte, Ihr habt die Rache eines Volkes auf Eure Haͤupter herabgezogen, das ſtaͤr⸗ ker iſt als wir und mit Euren eigenen Händen die Graͤ⸗ ber Eurer Kinder gegraben. Aber ſagt mir hier, mit Euren eigenen Lippen— wer, wer hat Euch dieſe Rath⸗ ſchlaͤge gegeben? wer war der Verraͤther an ſeinem Volke?“
„Kumſhaka,“ lispelten die bleicen Lippen Mar⸗
gareth's.
„Kumſhaka,“ riefen Alle; kaum aber war das Wort vethallt, als der Tomahawk Tecumſeh's uͤber ſei⸗ nem Haupte glaͤnzte, und der verrätheriſche Bruder ſich ſterbend in ſeinem Blute waͤlzte.
Margareth's Auge folgte der blitzenden Waffe und
ſie verharrte, ſtarr vor Schrecken, in derſelben Stellung,
feſt auf das ſo ſchnell dahin geraffte Opfer ſeines Ver⸗ raths blickend; ihr Antlitz bleich, wie das einer Leiche,
Der Indianer⸗Häuptling. II.


