Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
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ſich ſteigern, und ihr Geiſt erreichte eine ungewoͤhnliche Sicherheit und Ruhe.

Wenn ſie dann ihrem Fuͤhrer in's Antlitz ſchaute und dort ſo viel was edel und gut, erblickte, war ihr doch als ob eine, ihr unerklaͤrliche Theilnahme und Achtung an die Stelle der Furcht treten muͤßte, mit der ſie 6 bisher betrachtet hatte.

Sie ſah, wie er die offenſten und bequemſten Wege ausſuchte, daß ſie weder das niederhaͤngende Buſchholz noch die brennende Sonne zu ſehr belaͤſtigte, waͤhrend ſeine Begleiter ſich, ruckſichtslos aller in den Weg ſtehen⸗ den Hinderniſſe, in die Dickichte ſtuͤrzten.

Mußten ſie durch Fluͤſſe ſetzen, die ihren Pfad kreuzten, ſo nahm er den Zuͤgel ihres Pferdes, und fuͤhrte es durch die Stroͤmung, zufrieden damit, daß ſie kein gewoͤhnliches, weibiſches Zeichen der Furcht verrieth. Nachmittags breitete er fuͤr ſie Felle im Schatten der Waͤlder aus, und brachte zu ihrer Mahlzeit mit ſeinen eigenen Haͤnden Waſſer aus dem naͤchſten Bach.

Er ſprach nur wenig, aber ſeine Worte waren ſanft und melodiſch, ſtets von jenem beſonderen Lächeln begleitet, das ſo ſtark gegen den gewöhnlichen Ernſt und

die Schwermuth ſeiner Zuge abſtach. Der Indianer⸗Häuptling. 1.