Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
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eine Waiſe, mit keinem Verwandten auf der weiten Erde, eine lange Strecke wandern, und Gefahren beſtehen ſollte um eine Schweſter wiederzufinden? D Anna, fuhlſt Du nicht, wie ſchön, wie unendlich ſchoͤn es ſein muͤſſe, eine Schweſter zu haben?

Die junge Frau nahm den Säugling aus der Wiege, und warf die Schuͤrze uber den Kopf, ihre Thrä⸗ nen zu verbergen, denn die alte Großmutter ſah ſie mit einem ſtrengen, harten Blick an.

Nein, Anna! fluͤſterte Alice, ſich ihr nähernd, Du mußt nicht weinen, ſieh, Du biſt mir eine Schwe⸗ ſter geweſen, und ich habe Dich gewiß als ſolche zaͤrtlich geliebt; Du haſt Alles gethan, um mich gluͤcklich zu machen, und der Allmächtige wird Dich dafuͤr ſegnenz aber, Anna, Margareths Antlitz ſteht noch, wie in mei⸗ ner Kindheit vor mir, als unſer Vater ſeine Haͤnde auf unſere Haͤupter legte und uns ſegnete und meine gute Mutter ihre Lippen auf die unſern preßte. Ach, Anna, iſt es nicht natuͤrlich, daß ich, die ich vom Schickſal ſo

fuͤrchterlich beraubt bin, gehen moͤchte, die einzige Ver⸗ wandte, die mir geblieben iſt, aufzuſuchen?

Anna druͤckte Alicens Hand, konnte aber vor Schluchzen nicht ſprechen; die alte Dame ſah ſie mit ei⸗