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bemerkte er, in willkürlicher Bewunderung der Kriegs⸗ liſt des Feindes.
Wenige Minuten reichten hin, um die verklei⸗ deten Gerichtsdiener in ſeine Nähe zu bringen.
„Auf weſſen Befehl?“ fragte der Baronet. ich brauche nicht zu fragen; ich weiß es
on.“
Die Männer antworteten mit einem grinſenden Lachen und zeigten ilwe Vollmacht in Form eines Verhaftsbefehls vor.
„Das genügt, das genügt. Ich bin zufrieden geſtellt. Aber eurem Herrn, ich werde es ihm gedenken, daß er euch eine ſo trügeriſche Kleidung anlegen ließ, und ich hoffe noch guitt mit ihm zu werden.“
Vor Einbruch des Abends, befand ſich Sir Patrick O'Neil ſicher im Schuldgefängniß von Galway untergebracht. Er war kein Fremdling an dieſem Orte, ſondern fühlte ſich im Gegentheil hier völlig zu Hauſe, und zwar ſo ſehr, daß er, nach⸗ dem er ſeine Hammelscotelette verzehrt und einige Gläſer Claret dazu getrunken hatte,— ſich nieder⸗ ſetzte, um einen Brief an ſeinen Neffen zu ſchreiben — und zwar, aller Wahrſcheinlichkeit nach, mit weit mehr Sammlung, als er dieß in ſeinem eigenen Speiſezimmer in Burna Caſtle hätte thun können.
Da der Baronet ein etwas excentriſcher Co⸗ reſpondent war, ſo wollen wir unſeren Leſern den Genuß nicht vorenthalten, ihnen ſeinen Brief wört⸗ lich mitzutheilen, der pflichtmäßig aus dem Schuld⸗
efängniſſe, Grafſchaft Galway, datirt war. Er ſ5 en an.


