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dete, bald wieder verwarf, bis er ſich anf einer engen, verlaſſenen Straße befand, welche durch das Moor lief, das die Baronie von Murlongh von ſeinem Gute trennte. Es war gerade eine jener zerklüfteten Stellen der Straße, wie man ſie noch heute in Irland findet und welche ein ſicheres Pferd und einen feſten Reiter, namentlich bei Nacht, verlangen; denn ein leichtes Abbiegen nach Rechts oder Links brochte Knochen und Leben in Gefahr.
Sir Patrick war kaum mehr als eine Viertel⸗ meile weit auf dieſem Damm gekommen— dieß war eigentlich die richtige Bezeichnung dafür— als er einen in Scharlach gekleideten Reiter ihm ent⸗ gegen traben ſah. Einen Augenblick lang war er erſtaunt und meinte, er habe ſich im Tage geirrt.
„Es iſt Dienſtag,“ rief er aus,„und die Jäger kommen erſt am Donnerstag zuſammen; was ſoll alſo dieß bedeuten?“
„So wahr ich ein Sünder bin, es iſt die braune Stute mit der ich den Erzlumpen Cornelius an⸗ ſchmierte— ſchlimmer Handel für einen Rechtsver⸗ dreher! Das letzte Mul brachte ich die Sache auf friedlichem Wege mit ihm in's Reine, nachdem ich dem Spitzbuben den Kopf zu Recht geſetzt hatte. Ich bin in eine Falle gerathen; aber ſie haben mich noch nicht erwiſcht.“ Zugleich wandte er ſein Pferd um und hätte ſchleunigſt den Rückweg an⸗ ſtet wenn nicht ein zweiter Reiter in Schar⸗ ach ihm gefolgt wäre.
„Bei meiner Seele, jetzt iſt's um mich geſchehen!“
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