„Nun denn,“ fuhr er fort,„er gleicht meinem Nefſen ſehr. Es ſind ſeine Augen. Die O Neils haben, was ich Ihnen kaum zu ſagen brauche, Miß Macnamara, ganz beſondere Augen; ſo ver⸗ ſicherten mich wenigſtens die Damen vor dreißig Jahren. Dann die Raſe; es iſt ganz Redmond's Naſe. Vom Mund kann ich nicht dasſelbe ſagen —der kommt von ſeiner verd— bitte tauſend Mal um Verzeihung— von mütterlicher Seite der Fa⸗ milie wollie ich ſagen.“
Mit Ausnahme dieſes kleinen Verſtoßes lag nichts Beleieigendes in den Worten oder im Tone des Baronets.
„Ich brauche nicht nach ſeinem Namen zu fra⸗ gen, fuhr er fort;„ohne Zweifel heißt er Pharig?“
„Redmond heißt er,“ verſetzte Katty,„und zwar mit allem Recht. War dieß nicht ſeiner theurer Mut⸗ ter letzter Wunſch, als ſie auf dem Todbette in frem⸗ dem Lande lag, Niemand an ihrer Seite als mich?“
Die hellen blauen Augen des Baronets leuch⸗ teten. Vielleicht kam ein Stäubchen oder eine kleine Fliege hinein, weil er ſich genöthigt ſah, ſein Sacktuch zu benützen.
„Armes Geſchopf,“ murmelte er,„armes Ge⸗ ſchoͤpf! So jung! So ſchön!“
Dieſem Ausdrucke des Mitleids folgten Worte des heftigſten Zorns, als Katty Ellens traurige Geſchichte vortrug.
„Ich werde den Böſewicht enterben!“ rief er aus— was allerdings keine große Strafe geweſen wäre, wenn der, der damit drohte, noch zehn Jahre in ſeiner ſeither gewohnten verſchwenderiſchen Weiſe


