Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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bernen Schnallen trug er

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mit rechtwinkligen Schößen, und eine Weſte, die nahezu bis u die Kniee hinabreichte, der drei⸗ ſpitzige Hut, die einfachen leinen Manchetten und Cravatte zu beſtätigen ſchienen.

Ein kurzer Stoßdegen, mehr zum Schmuck, als ur Vertheidigung getragen, vollendete ſeine Klei⸗ ung.

Sein Spießgeſelle, Joſeph Kerl, der etwa zwan⸗ zig Jahre jünger war, ſuchte dagegen in Anzuge ſich den Anſtrich eines Seemanns zu geben. Statt der hohen und Schuhe mit ſil⸗

eſtändig ſchwere Stiefel, die mehr als zur Hälfte ſeine Beine bedeckten, bis wohin ein Kleidungsſtück aus Leinwand, einem ſchot⸗ tiſchen Unterrock nicht unähnlich, reichte; ſein Rock mit breiten Schößen und geſchmückt mit einer dop⸗ pelten Reihe goldner Knöpfe, hatte einige Aehnlich⸗ keit mit der Jacke eines Themſe⸗Bootführers.

Obgleich etwas Schlaues, wenn nicht gar Grau⸗ ſames in dem Blicke ſeines kleinen, runden Auges

und ein ſinnlicher Ausdruck um ſeinen Mund lag, ſo hätten wir doch, wenn wir nothgedrungen eine ſolche Wahl hätten treffen müſſen, uns lieber auf das Mitleid Joſephs, als auf die Nachſicht Jor⸗ rocks verlaſſen. Vielleicht wäre bei dem Einen die Hoffnung eine geringe, bei dem Andern aber ohne jede Ausſicht geweſen.

Jorrocks iſt, mit Erlaubniß zu bemerken, kein idealer Charakter; noch ſind viele Leute in Kent am Leben, die ſich des bekannten Guineen⸗Schmugg⸗ lers erinnern, wie man ihn ſpäter nannte, und der ſich während der Kriege mit Napoleon da⸗