Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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tiefer Trauer zum Beſuch kam. Als man ihn fragte, ob er ein Familienmitglied verloren habe, erwiderte er:Meinen armen Häuptling! eine kurze Antwort, aber genügend für die, an welche ſie gerichtet war.

Carl wurde mit angemeſſenem Gepränge in der Kathedrale von Frascati begraben, wo ſein Bruder reſidirte. Eine, ſein Herz umſchließende Urne wurde in derſelben Kirche, mit einer kurzen, vielſagenden Inſchrift darauf, niedergeſetzt, welche der Abbate Felice verfaßt hatte. Eine ſchottiſche periodiſche Zeit⸗ ſchrift enthielt kurz darauf folgende Linien als Grab⸗ ſchrift für dieſes Monument:

Fern von Britannien, im fremden Todtenſchrein, Erliſcht der alten Stuarts letzter Hoffnungsſchein. Gleich wie am Denkmal hier manch' edle Thräne zittert, Wird noch von Todesfurcht manch' Königreich erſchüttert. Britannier! Carl's Herz, das lebend ihr verkannt, Wird hier als todter Staub mit Achtung noch genannt. Blitzt auch ſein Muth nicht mehr, daß er ſein Recht erfechte, Behauptet doch im Grab die Tugend ihre Rechte.

Viele, welche das Schickſal niemals ernſt geprüft hot, werden in der Lebensweiſe dieſes unglücklichen Prinzen einen Beweis finden, daß er nie einen er⸗ habenen Charakter beſeſſen habe, ſonſt hätte er in ſeinem Unglück auf andere Weiſe Troſt geſucht. Es iſt aber offenbar unbillig, wenn Menſchen in gewöhn⸗ lichen Lebensverhältniſſen ſich zu Richtern in einem ſolchen Falle aufwerfen. Geboren zu ſein mit un⸗ beſtreitbaren Rechten iſt das größte Unglück. Wie oft ſehen wir ſelbſt in mittleren Lebensverhältniſſen Fleiß, Verdienſt, Geſchicklichkeit in Folge des Erbes