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zu verlaſſen, ehe Gewaltmaßregeln gegen ihn ergrif⸗ fen würden.
Dieſer Geſandte kam am 9. December 1748 mit einem Briefe des alten Chevalier zurück, welchem ein anderer, mit offenem Siegel und an ſeinen Sohn adreſſirt, beigeſchloſſen war, in welchem er dem Prinzen befahl, ſich des Königs Wünſchen zu fügen. Nachdem Seine Majeſtät dieſe letztere Zuſchrift ge⸗ leſen hatte, wurde Carl der Brief zugeſchickt, um ihm ſelbſt die Wahl zu laſſen, ſich der königlichen Autorität zu fügen; aber der unbeugſame Prinz hielt es für paſſend, den Befehlen ſeines Vaters keine Folge zu leiſten. Er erklärte offen, daß keine Penſion, Verſprechungen oder Vortheile irgend einer Art ihn veranlaſſen würden, auf ſeine gerechten An⸗ ſprüche zu verzichten; daß er im Gegentheile ent⸗ ſchloſſen ſei, bis zum letzten Augenblicke ſeines Lebens deren Wiedererlangung zu erſtreben. Sobald der König erfuhr, daß der Prinz durchaus nicht abzu⸗ reiſen geſonnen ſei, berief er einen Staatsrath zu⸗ ſammen, in welchem beſchloſſen wurde, Carl Eduard feſtnehmen und mit Gewalt aus dem Königreiche abführen zu laſſen. Noch immer war aber Ludwig ſchwer dazu zu bringen, ſeinen unglücklichen Verbün⸗ deten auf eine unehrerbietige Art behandeln zu laſ⸗ ſen, und fortwährend hegte er eine ſo warme Vor⸗ liebe für ihn, daß er, als ihm der Befehl zu deſſen Verhaftung zur Unterſchrift vorgelegt wurde, mit Betrübniß, die, wie wir hoffen wollen, aufrichtig gemeint war, ausrief:„Ach, armer Prinz! Wie ſchwer iſt es für einen König, ein treuer Freund zu ſein!“— Der Befehl wurde Nachmittags um drei
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