Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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verrathen wird. Es iſt überhaupt nicht gut, das Pferd zu verrathen, das Einen über die Hecke ge⸗ tragen hat.

Wie viele Leute befinden ſich vor dem Thore? fragte Sir Allan.

Es ſind wenigſtens ihrer zwanzig, antwortete der Kammerdiener.

Und Sie haben mindeſtens hundert im Hauſe, Mylord, bemerkte Allan, an den Pair ſich wendend. Wäre es nicht ehrenvoller für Sie, mich offen zu beſchützen, als mir behilflich zu ſein, wie ein Dieb in der Nacht vor Verräthern zu fliehen?

Und ſo die Aufmerkſamkeit der Regierung auf unſer Treiben zu lenken, ehe der Clan aufgeſtanden iſt? antwortete der alte Mann ungeduldig.Nein, nein. Wenn Duncan Sie hier findet, ſo mag er Sie immerhin feſtnehmen; ich waſche meine Hände in Unſchuld. Junge Köpfe kümmern ſich gar wenig um die Gefahren, die ſie über graue Häupter bringen. Ein Nachtritt über die Berge iſt meines Erachtens kein ſo entſetzliches Abenteuer.

Genug, Mylord. Wenn ich auch von Ihren Gründen mich nicht überzeugen laſſe, ſo gebe ich doch denſelben nach. Ich fürchte mich vor Gefahren ſo wenig, als Einer.

2So kommen Sie denn, ſprach der Pair,denn Duncan Forbes fängt an ungeduldig zu werden. Horch! Wie ſie an die Thore von Dawnie Caſtle pochen, als wenn dieß nur eine gemeine Schenke wäre. Wenn nur erſt einmal die Sache triumphirt, murmelte er mit finſterem Blicke,ſd will ich den Kopf des Spürhunds auf meinen Zinnen aufpflanzen.