Pächter. Das Eſſen ging faſt unter Stillſchweigen vorüber; die Leute thaten einander in Whisky und Bier Beſcheid, und der Wein kreiste nur unter den vornehmeren Gäſten.
Alle ſchienen zu erwarten, daß irgend eine wich⸗ tige Angelegenheit entweder berathen oder beſchloſſen würde. Es hatte ſich das Gerücht verbreitet, daß der Häuptling auf dem Punkte ſtehe, ſich zu erklären, und Viele, die bis jetzt ihren Eifer für die Sache der Stuarts aus Reſpect vor ſeinen Wünſchen und ſeinem Anſehen zurückgehalten hatten, warteten mit Ungeduld auf den Augenblick, in welchem es ihnen erlaubt ſein würde, ihren Wünſchen und Anſichten Ausdruck zu verleihen. Wie man ſich deßhalb leicht vorſtellen kann, ſo entſtand ein feierliches Still⸗ ſchweigen in der Halle, als am Schluſſe des Mahls der ehrwürdige Pair mit einem ſilbernen Pokal in der Hand ſich erhobo. Der Clan kannte ihn wohl. Er war ein Erbſtück in der Familie des Häupt⸗ lings und kam nur bei feierlichen Gelegenheiten, wie die heutige, zum Vorſchein.
„Verwandte und Freunde,“ hub er an,„es iſt nicht möglich, daß eure Geiſter nicht eben ſo wie der meinige durch die jüngſten Ereigniſſe, welche in Schottland ſtattgefunden haben, auf's lebhafteſte er⸗ griffen wurden. Wir haben geſehen, daß der Sohn unſeres rechtmäßigen Königs, ohne andere Unter⸗ ſtützung als die Gerechtigkeit ſeiner Sache und die Treue ſeiner geliebten Freunde, in dem Reiche ſeiner Väter landete, durch ſeine Siege ſich Bahn brach von der erſten Niederlage an, die er Johnny Cope beibrachte—“


