Philippo, der jeden Zugangsweg und jedes Zim⸗ mer in dem Hauſe kannte ging zum Recognoſciren voran, und kehrte nach Verfluß einiger Minuten wieder zurück.
„Es ſind entweder Soldaten oder Räuber darin,“ bemerkte er,„ich ſah verſtohlen durch eines der Gitterfenſter der Halle und zählte deren fünf am Tiſche; einer davon hatte das Ausſehen eines Offiziers.“
„Nur fünf!“ rief Jack in verächtlichem Tone; „an die Ruder und räumt das Verdeck zur Action. Ich nehme Drei davon auf mich.“
„Und das Licht von oben?“ bemerkte Oliver.
„Davon konnte ich die Urſache nicht ergründen,“ verſetzte der alte Diener.„Es iſt das daran ſtoßende Zimmer,“ ſetzte er flüſternd hinzu.
„Dann müſſen wir darauf losgehen,“ bemerkte unſer Held feſt.
Philippo benachrichtigte ihn, daß er nicht nöthig habe, nutzlos ſich einer Gefahr auszuſetzen, da er einen Eingang von hinten in das Gebäude kenne, in welches leicht zu gelangen ſei, wenn man über die Stallungen wegklettere.
Die Abenteurer hielten ſich jetzt ſo nahe als möglich an der Mauer, um ſich durch den dichten Schatten derſelben zu ſchützen und ſchritten vorſichtig vor, bis ſie die Stallungen erreichten, in welchen ſie ſieben Pferde, darunter eines mit einem Querſattel fanden. Es war offenbar von einem Frauenzimmer geritten worden,— höchſt wahrſcheinlich von einer Gefange⸗ nen, aus den daran befeſtigten Stricken zu ſchließen, mit welchen die Reiterin an ihren Sitz angebunden worden war. 15⁵


