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niß davon könnte Sie ſpäter in eine peinliche Lage verſetzen. Aus demſelben Grunde habe ich es auch meinem Sohne vorenthalten. Er hält ſeinen Vater für arm, aber er ſchämt ſich an deſſen Armuth nicht.“
„Schämen!“ wiederholte Oliver,„ich glaube eher, daß er ſich etwas darauf zu gut thut.“
Einige Sekunden lang trat eine Pauſe ein. Der Gaſtfreund machte eine Riene als wenn er nicht ge⸗ rade dieſe Antwort erwartet hätte.
„Ich ſehe,“ fuhr Oliver fort,„Sie wünſchen, daß wir die Umſtände, unter welchen wir uns zweimal begegnet haben, Ernſt verſchweigen ſollen. Lieber Herr, warum ſagen Sie dieß nicht gerade heraus? Philipp und ich ſind die ungeſchickteſten Leute im Er⸗ rathen von Räthſeln.“
„Außer wenn dieſelben Sie intereſſiren,“ bemerkte Mr. Auſtin lächelnd.
Philipp konnte nicht begreifen, wie dieſe unver⸗ fängliche Bemerkung das Geſicht ſeines Freundes rö⸗ then konnte; ebenſo ſchien auch Ernſt's Vater darüber erſtaunt. In demſelben Augenblicke aber, in welchem der letztere dieſe Worte ſprach, tauchte in Oliver die Erinnerung an ein gewiſſes Porträt in Rockingham Hall auf und er ſchauderte unwillkürlich.
„Es kann nicht ſein,“ rief er in Gedanken aus, „ich täuſche mich— und doch ſind dieſe Augen ſo merkwürdig ähnlich.“
Ende des zweiten Bandes.


