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deſſen Abweſenheit er bedauerte, zeigte er eine ge⸗ wiſſe Zurückhaltung.
„Sie können ſich das glückliche Leben eines Kunſt⸗ ſchülers in Rom gar nicht vorſtellen; ſeine Bedürf⸗ niſſe ſind ſo gering und der Genüſſe gibt es ſo viele. Wie fadenſcheinig auch ſein Rock ſein mag, ſo ſtehen ihm doch die Gallerien ſelbſt von Fürſten offen; er kann ganze Tage darin zubringen, ſeine Studien machen, kopiren oder träumen, wie es ihm beliebt. Die Ateliers unſerer großen Maler und Bildhauer ſind für ihn ebenſo zugänglich; Thorwaldſen fühlt ſich nie glücklicher, als wenn er einem Nauling in der Kunſt mit Rath und That Beiſtand leiſten kann; auch unſer Landsmann, Gibſon, ſteht ihm an Frei⸗ gebigkeit nicht nach.“
„Ich ſehne mich darnach, die Schauplätze, von denen Sie ſprechen, aufzuſuchen und kennen zu ler⸗ nen,“ rief unſer Held, durch dieſe Begeiſterung er⸗ wärmt.
„Sie?“ wiederholte der Jüngling lächelnd.
„Warum nicht? Muß man denn gerade ſelbſt Künſtler ſein, um die Kunſt ſchätzen und würdigen zu können?“.
„Gewiß nicht,“ verſetzte ſein Landsmann;„auch würde mich bei einem Deutſchen oder Franzoſen dieſer Wunſch gar nicht überraſcht haben; aber bei einem Engländer“—
Er hielt inne; Offenheit und Wahrheitsliebe ſchie⸗ nen mit der Befürchtung zu kämpfen, daß er etwas ausſprechen möchte, was vielleicht verletzen könnte. „Nun,“ ſagte Hliver,„an einem Engländer?“ „Dieſe befreunden ſich in der Regel nicht mit


