Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

229

curſion zu begleiten, die ſie etwa in die Umgegend machen würden.

„Sie können hingehen, wohin ſie wollen,“ ſetzte er hinzu,„wenn Sie mit dabei ſind.“

Der alte Soldat erhob ſtolz den Kopf; wahr⸗ ſcheinlich hatte er ſich noch nie wieder ſo befriedigt gefühlt, wie ſeit damals, als ihm die Waterloo⸗Me⸗ daille verliehen worden war.

Oliver Brandreth war, wie man ganz natürlich finden wird, der erſte, dem Peter den Inhalt der erhaltenen Inſtruktion mittheilte.

„Köſtlich,“ ſagte unſer Held;„ſo werden wir alſo eine Kampagne auf eigene Rechnung haben.“ Der Veteran machte eine ſehr ernſte Miene.

„Nicht weiter als nach dem Zigeunerlager,“ fügte der Jüngling bei,„oder nach Melina Houſe. Ich möchte dieſen Ort wohl noch einmal ſehen.“

Peter meinte, daß auch ihn eine gewiſſe Neu⸗ gierde nach der Anſtalt und deren Bewohner plage, die er gerne befriedigen möchte, und verſprach, wenn die Knaben eine Excurſion in dieſer Richtung am nächſten Mittwoch vorſchlagen würden, ſich derſelben nicht widerſetzen zu wollen.

Oliver brauchte blos zu äußern, daß er gehört habe, es befinde ſich eine Zigeunerhorde in der Nach⸗ barſchaft, als augenblicklich ſeine Mitzöglinge ein⸗ ſtimmig verlangten, dieſelbe beſichtigen zu dürfen.

Es war ganz merkwürdig, welchen wohlthätigen Einfluß der Aufenthalt von einem Jahre in Kots⸗ wold auf Philipp phyſiſch und moraliſch ausgeübt hatte. Er war nicht mehr der zarte Junge, der ſich ſchüchtern wie ein Mädchen vor Gefahr fürchtete,